Afrika

Afrika, eine Gruppenreise die den Startschuss zum Fernweh weckte

Quer durch Afrika

Ein absolut schönes und vielseitiges Land. Mich hat total die Weite, der Unterschied beeindruckt. Gerade war noch alles schön Grün und im nächsten Moment wird alles trocken, die Farben ändern sich und Du siehst nichts als Ferne. Eine unvergessliche Gruppenreise.

Ich habe mich bei meinem ersten Trip nicht alleine getraut. Wollte aber mal über den großen Teich fliegen. Also habe ich mich für eine Gruppenreise entschieden. Nomad-Adventure-Tours ist der Anbieter. Campen in der Wildnis. Wow…das war ein Erlebnis. Zu dem Zeitpunkt war ich noch nicht bereit so etwas auf eigene Faust zu machen. Da mich aber dieses Land schon immer fasziniert hat, habe ich nach einer Alternative gesucht und die hieß, Gruppenreise in einem Truck, quer durch Südafrika, Namibia, Botswana und Simbabwe.

Wenn mich jetzt jemand Fragen würde, ob ich so eine Reise auf diese Art nochmal machen würde, würde ich ein bisschen zwischen den Stühlen hängen. Eine Gruppenreise ist auf jeden-fall der einfachste Weg ein Land zu bereisen ohne viel tun zu müssen. Wenn man aber so ein Schisser ist, wie ich es bin. Genau der richtige Weg um einem das Reisen erstmal ein bisschen näher zu bringen. Wir hatten eine tolle junge Truppe, haben viel gelacht und durften viele schöne Momente miteinander erleben.

Der ganz große Nachteil einer Gruppenreise ist….zu keiner Zeit sind wir an die Orte gekommen, wo das wirkliche Leben von Afrika spielt. Die Kultur, die Menschen, all das was das Reisen ausmacht. Ich sage mal, bei dieser Tour siehst du nur das „schöne“ Afrika! Wir haben wenig Armut gesehen da diese Touren diese Seite von Afrika nicht zeigen. Ich möchte auf jeden Fall noch einmal auf diesen schönen Kontinent, dann aber auf meine Weise.

Gestartet bin ich von Hamburg über den Flughafen Heathrow (alddeerrr…wie verwirrend) direkt nach Kapstadt. Ich weiß gar nicht was mir in den Sinn kommt eine Weltreise zu machen. Ich bin der absolute Flugschisser. Dies habe ich auch gleich unter Beweis gestellt. Meine Sitznachbarn haben sich schon über mich kaputtgelacht. Ich habe mich so etwas von fest am Sitz des Vordermannes festgeklemmt…außerdem habe ich bei jedem Ruckeln laut aufgeschrien und dies die ganzen unglaublichen 10 Stunden. Hier könnt ihr sehen, wie ich dann „planlos auf Weltreise“ gegangen bin.

Und dann sind da ja auch noch meine unglaublich guten Sprachkenntnisse. Setzen 6!!!! Mein Denglisch und ich. Ich bin schon echt erschüttert, dass ich in der Schule nie richtig aufgepasst habe. Ich stand mehr vor der Klassenzimmertür als drinnen.

Steppe von Afrika

Angekommen in Kapstadt mit dem Taxi zu meinem Hostel, dort angekommen, fragt mich die Besitzerin Löcher in den Bauch…ich habe aber leider nichts verstanden und immer mit „Yes“ geantwortet. Eigentlich voll peinlich. Habe es aber irgendwie hinbekommen, dass sie mir ein Taxi bestell, das mich dann auf den Tafelberg bringen soll. Ein wunderschönes Wahrzeichen von Kapstadt. Ich hatte Glück, das Wetter war richtig toll! Einen super Ausblick auf einen atemberaubenden Kontinent.





Nächsten Tag bin ich dann etwas die Stadt erkunden gegangen. Ich bin schon sehr überrascht, wie unsicher ich mich gefühlt habe allein durch die Stadt zu laufen. Meine gebuchte Gruppenreise startete ja erst nächsten Tag. Sehenswürdigkeiten wie Kap der Guten Hoffnung und die schönen bunten Häuser habe ich alle gar nicht gesehen, dafür war die Zeit viel zu kurz. Die Stadt von Kapstadt ist schon sehr europäisch mit ein bisschen afrikanischem Flair durch die Musik die an jedem Straßenrand gespielt wird. Ihr glaubt gar nicht wie unglaublich stolz ich auch mich war. Habe mir Postkarten gekauft, ein Glas Wein bestellt und dabei allen gedankt die mir dies ermöglicht haben!! Ein echt tolles Gefühl!

Startpunkt der Gruppenreise Tafelberg

Nächsten Tag ging dann die Gruppenreise los. Treffpunkt das Büro von Nomad-Adventure. Nur wie komme ich da hin. Mit der Dame hinter dem Tresen meines Hostel hatte ich besprochen, wann das Taxi da sein muss. Naja besprochen. Ich habe wie immer nichts verstanden und wie es kommen musste stand natürlich am nächsten Tag kein Taxi zur vereinbarten Zeit vor der Tür.

Vorher habe ich in unzähligen Reiseführern und Reportagen gesehen. Halte niemals ein Taxi einfach auf der Straße an. Aber…was blieb mir anderes übrig. also… angehalten, eingestiegen und los. Was ich da alles für Horrorgeschichten gehört habe. Und was ist passiert.?.. Nichts…. Trotzdem hat Vorsicht ja noch keinem geschadet. Siehe hier: Sicherheit auf Reisen. Damals kannte ich den Packsafe gar nicht. Er hätte mir bestimmt ein bisschen mehr Sicherheit gegeben.

Die Tour startete mit etwa 20 reiselustigen Menschen aller Nationalitäten. Natürlich hatte ich eine englisch geführte Tour mit deutschsprachigen Übersetzer gebucht. Für mich war es zu diesem Zeitpunkt der beste Weg. Ich kann auch nur immer wieder betonen. Ohne die Sicherheit einer Gruppe, hätte ich diesen Schritt nie gewagt! Unsere Guides hießen Nika, Pilani und der in Namibia lebende (in Deutschland geborene) Fred. Los ging es mit unserem Truck Elvis. Ein alter klappriger Truck der für die nächsten 4 Wochen unserem Daheim diente.

Als Erstes wurde uns gezeigt, wie wir unser Zelt aufbauen würden. Wie Ihr sehen könnt, voll meine Stärke, oder? Feuer gemacht und Nika hat uns gleich das erste Essen gezaubert. Dann die übliche Vorstellungsrunde bei einem Glas Wein. Nun ging es wirklich los.

Gruppenreise mit übernachtung im Zelt

Das war es dann schon Kapstadt…also hier bleibt noch viel Zeit zum Entdecken!!!

 

Namibia

Unglaubliches Land. Dies hat mich am Meisten beeindruckt! Buschcamps….Toiletten…Duschen. alles unterm freien Himmel. Wir vergessen viel zu oft wie gut es uns in „unserer Welt“ geht. Was die Veranstalter, Betreiber der Camps, Lodges doch alles so auf die Beine stellen, was für uns das normalste auf der Welt ist, nur damit wir Touristen etwas von unserem Standard erhalten.

Buschdusche bei der Gruppenreise durch Afrika

Toilette auf der Gruppenreise

Dass schönste Erlebnis auf der Gruppenreise war die Sossusvlei-Wüste…wow..so etwas von beeindruckend. Wir sind morgens um 4.45 aufgestanden um den Sonnenaufgang auf der berühmten Düne 45 zu besichtigen. Was ich so überhaupt nicht bedacht habe, man muss ja auch irgendwie da oben hochkommen. Ich dachte, naja ich als Spitzensportler, gute Kondition, das wird nen Kinderspiel für mich. Doch weit gefehlt… grins. Nach den ersten 5 m musste ich stehen bleiben. Ich hatte Schnappatmung, meine Lunge schmerzte, dass hatte ich so in meiner Handballkarriere noch nicht mal erlebt. Krasse Sache! Dann dieser Sonnenaufgang, das Licht, die roten Dünen. Ich hätte stundenlang da oben sitzen können.

Wie eine Gruppe die Sossusvlei Dünen bezwang

Wieder unten angekommen hatte Nika unser Frühstück schon vorbereitet. Gestärkt und mit vollem Magen ging es weiter zu einer Buschmann-Explorer-Tour. Bei geführten Gruppenreisen ist ja alles durchgeplant. Ich hätte mir zwar gewünscht noch ein bisschen mehr Zeit in den Dünen zu verbringen aber so ist es halt. Die Buschmann-Tour war dann aber auch der Knaller, wir sind mit dem Guide quer durch die Wüste gelaufen, er hat uns viel gezeigt und erklärt. Echt toll. Am Abend haben wir dann unser Zelt aufgebaut, geduscht unter freiem Himmel, Wein getrunken am Lagerfeuer und um 19.00h kaputt ins Zelt gefallen!!

rppenreise durch Sossusvlei Dünen

Swakopmund

Die Fahrt ging über Walvas-Bay, hier sollten eigentlich, wunderschöne Flamingos sein, leider waren wir zur falschen Jahreszeit da. Dafür haben wir eine geführte Quad-Tour und Sandboarding gemacht. Hat beides riesig viel Spaß gemacht. Aber auch hier habe ich vergessen, wenn man von einem Berg (Düne) runterfahren möchte, muss man auch irgendwie erst hochkommen!! Meine Jüte, wie anstrengend.

Es ging weiter nach Spitzkoppe, eine Felsformation die vor tausenden von Jahren durch einen Vulkan aus der Erde gedrückt wurde. Sieht echt toll aus. Hier wandern wir ein bisschen durch die Gegend. Bauen unser Lager auf und genießen das Beisammensein am Lagerfeuer.

Gruppenreise legt atemberaubende Stopps ein

Dann wurde unsere Gruppe zu einem Himba-Stamm geführt. Hmmm, was soll ich sagen….auf der einen Seite ist es echt interessant zu sehen wie die Menschen des Himba Stammes so leben. Auf der anderen Seite finde ich diese Art als „Fleischbeschauung“. Den Menschen im Dorf erhalten ein „besseres Leben“ und Sicherheit, dadurch das sie sich von uns anschauen lassen. Die Kinder werden schon darauf trainiert auf den Arm genommen zu werden, um dann für das geschossene Bild, Geld zu verlangen. Für mich ist diese Art nichts, aber das muss jeder selber entscheiden. Am nächsten Tag ging es dann schön früh in den Etosha Nationalpark.

Der Etosha-Nationalpark ist echt schön, hier sind wir auch endlich mal 2 Tage geblieben, also mal kein Zelt auf oder Abbauen. Wir haben eine Camp Site mitten im Nationalpark, an einem Wasserloch aufgeschlagen. Es war so viel los am Wasserloch, Zebras, Elefanten, Giraffen (diese sehen so witzig aus, wenn sie trinken), Nashörner, Löwen, wirklich alles.

Mit der Gruppenreise durch den Ethosa Nationalpark

Windhuk ist eine ehemals deutsche Kolonie, hier gibt es viele Auswanderer die deutsch sprechen. Außerdem haben das erste Mal auf der Tour in einem Hostel geschlafen. Wäsche in einer Wäscherei waschen lassen und einfach mal alle Viere von uns gelassen.

Dann ging es ins Okavango-Delta. Erst habe ich mir einen Rundflug über das Delta gegönnt, naja…wie war das nochmal? Riesen Angsthase in der Luft und dann auch noch in so einer kleinen Maschine, was mich da geritten hat, weiß ich auch nicht. Es war so unglaublich wackelig und warm in diesem kleinen Ding, die Aussicht allerdings super geil. Dann sind wir in kleinen Kanus zu unserem Wochenendschlafplatz gebracht worden. Die Bootsführer haben mit uns in einem Camp übernachtet und dies war so unglaublich toll, wir haben gegenseitig Tänze aufgeführt, zusammen gegessen und am Feuer gesessen. Echt toll. Wir Deutschen haben einfach keinen Rhythmus im Hintern.

Bei der Gruppenreise mussten wir auch selber Hand anlegen

Von da aus ging es dann zu den Victoria-Fällen, leider waren wir zu einer Zeit da, wo das Wasser nicht so hoch war. Ich fand es trotzdem schon sehr beeindruckend wie groß diese Wasserfälle sind, wie wäre es nur bei High-Water gewesen?

Die Gruppenreise endet bei den Viktoria Fällen

Dann ging es leider schon wieder nach Hause. Dies war für mich wirklich ein toller Urlaub. Nicht für jeden ist so eine Gruppenreise eine tolle Sache, für mich war es wirklich der Startschuss um die Welt zu entdecken! Afrika wird mich auf zu 100% wiedersehen.

Wäre eine Gruppenreise etwas für Dich? Schreibe mir doch bitte, es interessiert mich wirklich!!




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26 thoughts on “Afrika, eine Gruppenreise die den Startschuss zum Fernweh weckte

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